Happy Birthday Alzheimer!

  Der Eintrag wurde am 13.05.11 um 18:57 von burb geschrieben.

Aguste Deter aus Marktbreit

Vor rund 110 Jahren kam der Psychiater und Neuropathologe Alois Alzheimer in Verbindung mit der Frau, die die nach ihm benannte Krankheit hatte: Auguste Deter.

Sie wurde von ihrem Mann in eine Frankfurter Irrenanstalt eingeliefert, weil sie Dinge versteckte, die einfachsten Arbeiten nicht mehr erledigen konnte und Nachbarn lauthals bezichtigte. Sie konnte sich einfachste Dinge nicht mehr merken.

Am 25.11.1901 wurde Aguste Deter von Herrn Alzheimer befragt. Der Psychiater hielt das, wie immer, schriftlich fest:

„Wie heißen Sie?“
„Auguste.“
„Familienname?“
„Auguste.“
„Wie heißt ihr Mann?“ – Auguste Deter zögert, antwortet schließlich:
„Ich glaube… Auguste.“
„Ihr Mann?“
„Ach so.“
„Wie alt sind Sie?“
„51.“
„Wo wohnen Sie?“
„Ach, Sie waren doch schon bei uns.“
„Sind Sie verheiratet?“
„Ach, ich bin doch so verwirrt.“
„Wo sind Sie hier?“
„Hier und überall, hier und jetzt, Sie dürfen mir nichts übel nehmen.“
„Wo sind Sie hier?“
„Da werden wir noch wohnen.“
„Wo ist Ihr Bett?“
„Wo soll es sein?“
Für Alzheimer, der erst kurz zuvor seine Frau, Cecilie, durch eine Krankheit verloren hatte, war der “Fall Deter” der Wichtigste in seinem Leben. Sie konnte sich kaum an Einzelheiten aus ihrem Leben erinnern und antwortete auf Fragen ohne jeden Zusammenhang. Er dokumentierte nicht nur Gespräche, wie die oben genannten, sondern gab Deters Krankheit auch einen Namen: “Krankheit des Vergessens”.
Nach Aguste Deters Tod im Jahr 1906 ließ sich Alzheimer die Krankenakte – und das Gehirn der Kranken zusenden. Ihr Zustand hatte sich in den letzten 5 Jahren – unter Abwesenheit Alzheimers – massiv verschlechtert und letztlich verstarb sie an einer Blutvergiftung.
Er sezierte das aus der Klinik zugeschickte Gehirn: Er fand heraus, dass großflächig Nervenzellen abgestorben waren und sich Eiweißablagerungen gebildet hatten.
Die Krankheit hatte nun ihren Namen: “Alzheimer Krankheit” und so wird sie auch heute noch genannt.

“Unter den 65-Jährigen sind etwa 2 % betroffen, bei den 70-Jährigen sind es bereits 3 %, unter den 75-Jährigen 6 % und bei den 85-Jährigen zeigen etwa 20 % Symptome der Krankheit. Über dem 85. Lebensjahr nimmt der Anteil der Betroffenen wieder ab, da die zuvor Erkrankten nur selten dieses Lebensalter erreichen. Der jüngste bisher bekannte Alzheimer-Patient erkrankte mit 27 Jahren und starb mit 33.” (Auszug aus Wikipedia)


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Gottesacker Fotoblog

  Der Eintrag wurde am 06.05.11 um 16:06 von burb geschrieben.

Mit Flickr habe ich mich bislang leider noch nicht anfreunden können. LEIDER. Denn: Wäre ich aktiv bei flickr unterwegs, wäre mir vielleicht vorher der Blog “Gottesacker” von Michael Wassenberg schon früher aufgefallen…

Er hat sich die Zeit genommen und auf Hamburger Friedhöfen Fotos geschossen – sehr ansehnliche noch dazu! Der Tod kann also doch schön sein!

Hier geht’s zum Blog: http://gottesacker.wordpress.com/

Ein steinerner Schädel auf einem Hamburger Friedhof

"weinende" Statue

 

Wer die Stadt Hamburg etwas anders kennenlernen möchte, sollte auch in den Hauptblog von ihmschen hier schauen: http://wassenberg.wordpress.com/


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Unfallträchtige Zweiradsaison

  Der Eintrag wurde am 30.04.11 um 09:13 von burb geschrieben.

Im Bereich der Polizei Bitburg verunglückten rund 200 motorisierte Zweiräder in den letzten drei Jahren. An mehr als der Hälfte dieser Unfälle sind Motorräder beteiligt gewesen. Auch die Helmpflicht wird von vielen Motorrad- oder Rollerfahrern auf den Dörfern leichtsinnig missachtet.

Zweiradsaison heißt Unfallsaison: Rund 70 Unfälle jährlich im Bereich der PI Bitburg

Wenn die Sonne unsere Thermometer auf Werte oberhalb der Zehn Grad Celsius steigen lässt, dann ist Start der Zweiradsaison. Doch leider wird die Freude über den Saisonstart so manches Mal schwer getrübt. Denn immer wieder kommt es zu teils schweren Unfällen mit Motorrädern, Rollern oder auch Quads.

Laut der Polizei Bitburg, kam es in den letzten drei Jahren zu insgesamt fast 200 Unfällen mit motorisierten Zweirädern im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion (PI).

Auch dieses Jahr scheint, dank früher sommerlicher Temperaturen, für Zweiradunfälle prädestiniert: Allein bis Mitte April registrierte die Polizei Bitburg bereits 10 Zweiradunfälle.

Zum Saisonbeginn müssen sich einige Biker noch an ihre Maschinen gewöhnen. Häufig sind überhöhte Geschwindigkeit, Leichtsinn oder Überschätzen der eigenen Fähigkeiten die Gründe für teils schwere Unfälle der Motorradfahrer.

Unfälle zwischen Auto und Zweirad enden meistens schlecht für den Biker. Gerade die fehlenden Sicherheitssysteme, wie sie in einem Auto heute zum Standard gehören, machen viele Verkehrsunfälle mit Zweirädern aber auch Quads sehr gefährlich.

Schwere Unfälle sind meist die Folge

Erst im März verunglückte ein Quad-Fahrer in Kyllburg mit seinem Sohn, als er einen Hang hinauf fahren wollte. Das umgefallene, schwere Quad verletzte Fahrer und Sozius.

Aber auch sogenannte Leicht- und Kleinkrafträder – Mopeds und Roller – sind in der Unfallstatistik der PI Bitburg vertreten: Von 2008 bis 2010 kam es zu 51 Unfällen mit solchen Zweirädern,  die zumeist von Jugendlichen gelenkt werden. Denn viele Mädchen und Jungen in den ländlichen Regionen möchten schon früh mobil sein und machen entweder mit 15 den Mofa- oder mit 16 den Moped-Führerschein.

Auf Streifenfahrten stellen die Kollegen der PI Bitburg jedoch oftmals fest, dass diese Jugendlichen innerhalb der Dörfer ohne Helm unterwegs sind. Manche Zweiradfahrer, meint Zenner, haben zwar einen Helm aufgesetzt, jedoch den Kinnriemen nicht verschlossen. Dann kann sich bei einem Unfall der Helm vom Kopf lösen.

Erst im vergangenen September verunglückte in Sinspelt (Verbandsgemeinde Neuerburg) ein 17-jähriger Zweiradfahrer tödlich. Auch er hatte seinen Helm nicht richtig verschlossen und zog sich beim Aufprall schwere Verletzungen zu.

Laut Bußgeldkatalog muss man beim Zweiradfahren ohne geeigneten Schutzhelm ein Verwarnungsgeld in Höhe von 15 Euro zahlen. Viele riskieren beim Fahren ohne Helm nicht nur diese Gebühr, sondern auch ihr Leben.

MOTORISIERTE ZWEIRÄDER

- Laut einer Statistik des Auto Club Europa (ACE) aus dem letzten Jahr sind in Rheinland-Pfalz rund 215 000 Motorräder angemeldet. In Bayern sind es zum Vergleich ca. 750 000 Krafträder.

- Jugendliche dürfen schon mit 15 Jahren die Mofa-Fahrerlaubnis erhalten (maximal 50 cm³ und 25 km/h).

- Ab 16 darf man den Führerschein für sogenannte Kleinkrafträder machen, die maximal mit 50 cm³ ausgestattet sein dürfen und höchstens 50 km/h schnell sein dürfen.

- Für Fahrer von Krafträdern oder offene mehrrädrige Kraftfahrzeuge besteht stets eine Helmpflicht.

- In Sonderfällen kann ein ärztliches Attest den Fahrer von der Helmpflicht befreien, wenn das Tragen eines Helms aus ärztlicher Sicht als unzumutbar bewertet wird (bspw. Klaustrophobie beim Helmtragen).


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Alkoholmissbrauch nimmt stark zu

  Der Eintrag wurde am 27.04.11 um 16:15 von burb geschrieben.

Immernoch sind Erwachsene ebenso gefährdet für Alkoholmissbrauch

Aller Guten Dinge sind nun Mal Drölf … Deswegen: Noch ein Mal das Thema “Alkohol” :-?

Laut dem “Jahrbuch Sucht 2011″ von der “deutschen Hauptstelle für Suchtfragen” (DHS), hat der Alkoholkonsum in fast allen Altersgruppen stark zugenommen. In neun Jahren (2000 bis 2009) ist die Zahl der Alkoholvergiftungen um 112 % gestiegen – dabei fallen die größten Suchtgruppen auf die 20 – 25 Jährigen und auf die Senioren.

Auch die Zahl der alkoholbedingten Todesfälle (“alkoholbezogene Gesundheitsstörungen”) ist mit 73.000 erschreckend hoch. Um das Ganze noch zu verschlimmern: Ein Fünftel aller Todesfälle von 35- bis 65-Jährigen in Deutschland ist auf Alkohol zurückzuführen – bei Männern ein Viertel.

Die DHS geht außerdem davon aus, dass jeder Fünfte in Deutschland im Alter von 18 bis 64 Jahren ein Alkoholproblem hat.

Aber eine sehr wichtige Mitteilung ist in den vielen Pressenachrichten über das “Jahrbuch Sucht 2011″ untergegangen:

“Übermäßiger Alkoholkonsum darf nicht mehr allein bei Jugendlichen kritisiert werden. Zahlenmäßige sind die Erwachsenen das größte Problem. Sie verursachen z. B. die bei Weitem höchste Anzahl an akuten Alkoholvergiftungen, die zu einem Krankenhausaufenthalt führen, nämlich fast 80 Prozent. Bei den 45 bis 40-Jährigen stieg die Zahl der Betroffenen in 9 Jahren um ca.133 Prozent, bei den 50 bis 55-Jährigen sogar um ca. 184 Prozent. Prävention muss daher auch Erwachsene mit einbeziehen.

Denn: Natürlich sind Kinder und Jugendliche für jegliche Sucht gefährdet – aber Erwachsene haben sicherlich die schwerwiegenderen Probleme, weil sie meist schon Jahrzehnte lang abhängig sind und sie keiner bremsen will oder kann.


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Atemalkohol-Wegfahrsperre – Alcolocks

  Der Eintrag wurde am 20.04.11 um 16:15 von burb geschrieben.

Ein Alcolock vom Hersteller Draeger (Quelle draeger.com)

Ein Bericht der Saarbrücker Zeitung  wird heute heiß diskutiert: Laut diesem Artikel denken CDU und FDP über sogenannte “Alco-Locks” für gewisse Personenkreise nach. Es wäre dann möglich, Autofahrern, die

Der Atem-Alkoholtest ist bereits seit Jahren im Einsatz der Polizei: Bei Fahrauffälligkeiten oder der berühmten “Schnapsfahne”, können diese Tests von Streifenpolizisten eingesetzt werden. Auch die Idee, Autos mit solchen Geräten auszustatten, um einem “beschwippsten” oder gar betrunkenen Autofahrer das Starten seines Autos zu verweigern, ist nicht neu.

Der Medizingeräte- und Sicherheitssystem-Hersteller Dräger  hat schon vor einiger Zeit seinen Interlock XT vorgestellt. Dieser kann sogar bei Temperaturen von bis zu -40°C (oberes Maximum: 85°C) betrieben werden und ist schnell einsatzbereit. Ebenfalls lässt ein Datenspeicher mit bis zu 30.000 Speicherplätzen für Messdaten abspeichern (Datum, Uhrzeit, Abgabe oder Verweigerung einer Atemprobe, Alkoholkonzentration, Motorstart und -Stopp).

Eigentlich könnte man all diese technischen Spielereien einfach Ad acta legen, denn: Menschen mit ansatzweise gesundem Verstand fahren kein Auto mehr, wenn sie Alkohol getrunken haben – auch nicht, wenn es “nur wenig” Alkohol war.
Bei jungen Fahrern – innerhalb ihrer Probezeit – wird ein striktes 0,0% verlangt. Verständlich – das Gehirn eines 18-jährigen Fahranfänger kann noch nicht so viel geballte Weisheit intus haben kann, wie das Hirn eines 45-jährigen Alkoholikers…

“Eine obligatorische Ausrüstung aller Kraftfahrzeuge oder eine Pflicht nur für bestimmte Personengruppen wie Berufskraftfahrer sieht man im [Verkehrsministerium] kritisch. [...] Schließlich müsste dann jeder Kfz-Halter ein solches Gerät einbauen, auch wenn er gar kein Alkoholproblem habe.”

Anti-Alkoholiker sind wohl Diejenigen, die die wenigsten Probleme damit haben werden, einen solchen Alcolock in Ihr Fahrzeug einbauen zu lassen. Wenn es dann noch “Vergünstigungen” dazu geben sollte – Punkteerlass in Flensburg o.ä. – dann wird es eher anspornen als abturnen.
Menschen mit einem schwerwiegenden Alkoholproblem hingegen werden auch schwerwiegende Probleme damit haben, wenn ihr Auto den Dienst verweigert. Doch gerade Alkoholiker verkennen die Gefahr von “Autofahren mit Promille” – hier sehe ich ein Eingreifen nicht als “kritisch”…

 

Übrigens: Dräger stellt das bis jetzt einzige, vor Gericht anerkannte Atemalkoholmessgerät “Alcotest 7110″ her. Das Gerät benutzt zwei unterschiedliche Messsysteme und ist daher sehr präzise. Dennoch wird in Polizeikreisen meist – nach einem bestätigten Verdacht von “Alkoholmissbrauch” – ein Blut-Alkoholtest gemacht.


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