
...es wäre zu viel verlangt...
Es ist hart abschied von einem guten Kollegen oder einem “Arbeiter” zu nehmen. Doch für einen Nutzfahrzeughersteller scheint dies kein Grund zur Besorgnis zu sein…
Hat man über 30 Jahre für ein Unternehmen gearbeitet, sollte man entsprechend angesehen sein – auch in der Führungsetage. Viele Menschen sind bestürzt, und zweifeln daran, ob sie die klaffende Lücke im Personal jemals “gestopft” kriegen.
Nun aber zu meinem Problem mit einigen deutschen Unternehmen: Eine Beileidskarte (bzw. ein Brief), die maschinell an Hand einer Vorlage erstellt wurde tröstet niemanden, der gerade einen Angehörigen verloren hat (ob Ehemann, Kind oder Mutter). Ein Strauß Blumen hilft über den schmerzlichen Verlust ebenso wenig – gerade, wenn es ein Dumping-Produkt ist, dass ohne Liebe und genauere Angaben – nebenher – bestellt wurde.
Es fehlt auch eine Zeitungsannounce, in der das Unternehmen sich für die lange, gute und aufopferungsvolle Zusammenarbeit bedankt und herzliches Beileid für die Verbliebenen ausspricht.
Bedenken wir gerade die vielen Nachrufe, die manche hohe Persönlichkeiten erhalten. Eigene Fernsehreportagen, große Zeitungsartikel … Das wäre übertrieben zu fordern, jedoch hat ein Mensch, der sich Tag für Tag den A*sch für sein Unternehmen aufgerissen hat, ein wenig Anerkennung verdient.
Lasst uns also Fragen: Warum hat ein großer Nutzfahrzeughersteller “das in Auftrag geben eines Nachrufs” wegen Kosteneinsparung gestrichen?!
Die Feuerwehr hat es doch auch auf die Reihe bekommen eine liebevolle Anzeige aufzugeben! Aber das wäre zu viel verlangt – zu viel Verwaltungschaos – zu viel Geld – zu viel Mitgefühl und Anerkennung…
Nein – das kann sich ein großes, deutsches Unternehmen (“mit 3 großen Buchstaben – vorne ein M”) nicht leisten!!!!!1111elfeins