3D ist in aller Munde. HD-TV und Bluray begeistert momentan alle. Doch “Skala” Bitburg interessiert (fast) Niemanden mehr.
Das ist mein Fazit. Nach langer Überlegung und einigen Kinobesuchen in Trier und Berlin, glaube ich, dass das Skala-Kinocenter in der Bierstadt die Besten Tage überstanden hat.
Auch das “Kintim” in Wittlich hat im Februar seine Pforten geschlossen. Grund waren die roten Zahlen, die das Kino in den letzten Monaten geschrieben hat.
“Die Miete ist zu hoch, ich verdiene nichts mehr”, beschwert sich der ehemalige Kinobesitzer aus Wittlich im TV-Gespräch.
Das ist der Grundtenor, den viele Besitzer von älteren, alteingesessenen Kinos ebenso vertreten. Zum Beispiel das Wittlicher Kino hat eine Geschichte, die über 100 Jahre umfasst. Doch bei den heutigen 3D-Produktionen oder sonstigen “hochauflösenden Filmen”, die aufwendige und teure Projektoren zum Abspielen benötigen, macht es teuer und teils unerschwinglich ein Kino zu betreiben beziehungsweise auf dem neuesten Stand zu halten.
Bitburg hat genauso mit diesem Problem zu kämpfen, wie auch die anderen, regionalen Lichtspielhäuser. An kleinen Filmtheatern gibt es da zum Beispiel das Kino in Prüm, eines in Gerolstein, Daun, Bernkasten-Kues und das “Broadway” in Trier. Diese Kinos (Mal abgesehen vom Broadway) haben meist nur geringe Einnahmen, allein dadurch, dass sie in Kleinstädten sind.
Das macht natürlich einen Umbau zum großen, elitären 3D-Kino mit Schmachtsesseln zum Risiko. “Wer nichts hat kann oder will auch nichts ausgeben.”
Doch man sehe die folgenden Bilder (vom November 2009):
Mir ist nach diesem Kinobesuch einfach überhaupt nichts mehr klar: Die Besucherzahlen gehen seit Jahren zurück (vor allem seit das CinemaxX vor 10 Jahren in Trier eröffnet hat); Die Qualität des Filmmaterials ist mangels guter Projektoren miserabel; Das Geld fehlt leider Gottes schon lange.
Doch gerade jetzt sollten sich vielleicht die Betreiber des Kinos (Fam. Riewer) gedanken darüber machen, wie man seine Kunden behält und neue dazugewinnt. Mit solchen Sitzen ist das ganz bestimmt nicht möglich. Auch die Toiletten sind in einem derart bescheidenen Zustand, dass es selbst mir als Mann unheimlich ist auf diese Klos zu gehen.
Deshalb mein Apell: Umbauen, anbauen, ausbauen! Die Stadt bezuschusst sicherlich eine solche Maßnahme – das “Skala Kinocenter” ist ja schließlich ein alteingesessener Familienbetrieb und hat viel Kultur nach Bitburg gebracht (bis vor ein paar Jahren). Denn, wenn die Betreiber des Skalas es nicht machen, kommt ein Investor und baut auf einem freien Stück Bitburger-Land ein Pompöses Kino mitsamt Spiel-o-Thek!

